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Eine kurze Einführung in das Batteriethermische Managementsystem (BTMS)

Die Bedeutung von Antriebsbatterien als Hauptenergiequelle für Elektrofahrzeuge liegt auf der Hand. Im realen Fahrzeugbetrieb ist die Batterie komplexen und vielfältigen Betriebsbedingungen ausgesetzt. Um die Reichweite zu erhöhen, müssen möglichst viele Batteriezellen auf begrenztem Raum untergebracht werden, wodurch der Platz im Batteriepack stark eingeschränkt ist. Batterien erzeugen während des Fahrzeugbetriebs große Wärmemengen, die sich mit der Zeit auf engstem Raum ansammeln. Durch die dichte Anordnung der Batteriezellen im Batteriepack wird die Wärmeableitung im mittleren Bereich erschwert, was die Temperaturunterschiede zwischen den Zellen verstärkt. Dies führt zu einer geringeren Lade- und Entladeeffizienz und beeinträchtigt die Leistung der Batterie. Im Extremfall kann es sogar zu einem thermischen Durchgehen kommen, was die Sicherheit und Lebensdauer des Systems gefährdet.
Die Temperatur von Antriebsbatterien hat einen erheblichen Einfluss auf ihre Leistung, Lebensdauer und Sicherheit. Bei niedrigen Temperaturen kann es bei Lithium-Ionen-Batterien zu einem Anstieg des Innenwiderstands und einer Verringerung der Kapazität kommen. Im Extremfall kann dies zum Einfrieren des Elektrolyten und zur Unfähigkeit der Batterie, sich zu entladen, führen. Die Leistung des Batteriesystems bei niedrigen Temperaturen wird dadurch stark beeinträchtigt, was zu einer geringeren Ausgangsleistung und einer reduzierten Reichweite von Elektrofahrzeugen führt. Beim Laden von Elektrofahrzeugen unter kalten Bedingungen erwärmt das Batteriemanagementsystem (BMS) die Batterie in der Regel vor dem Ladevorgang auf eine geeignete Temperatur. Wird dies nicht sachgemäß gehandhabt, kann es zu einer kurzzeitigen Überladung mit internen Kurzschlüssen kommen, die wiederum Rauchentwicklung, Brände und sogar Explosionen verursachen können. Die Sicherheitsrisiken beim Laden von Elektrofahrzeugbatterien bei niedrigen Temperaturen haben die Verbreitung von Elektrofahrzeugen in kalten Regionen stark eingeschränkt.
Batteriethermisches ManagementEine der wichtigsten Funktionen des Batteriemanagementsystems (BMS) ist die Gewährleistung, dass der Akku stets in einem geeigneten Temperaturbereich arbeitet und somit seinen optimalen Betriebszustand aufrechterhält.Thermisches Management von BatterienEs umfasst hauptsächlich Funktionen wie Kühlung, Heizung und Temperaturausgleich. Die Kühl- und Heizfunktionen werden primär an die möglichen Auswirkungen der Umgebungstemperatur auf die Batterie angepasst. Der Temperaturausgleich dient dazu, Temperaturunterschiede im Inneren des Akkus zu reduzieren und einen schnellen Kapazitätsverlust durch Überhitzung einzelner Batteriebereiche zu verhindern.
Die Kühlmethoden für Antriebsbatterien lassen sich im Allgemeinen in drei Kategorien einteilen: Luftkühlung, Flüssigkeitskühlung und Direktkühlung. Bei der Luftkühlung wird der natürliche Fahrtwind oder die Kühlluft aus dem Fahrgastraum genutzt, um die Batterieoberfläche zu kühlen und Wärme auszutauschen. Die Flüssigkeitskühlung verwendet in der Regel separate Kühlmittelleitungen zum Erhitzen oder Kühlen der Batterie. Dieses Verfahren ist derzeit Standard und wird beispielsweise von Tesla und Volt eingesetzt. Die Direktkühlung verzichtet auf die Kühlmittelleitungen der Batterie und kühlt diese direkt mit einem Kältemittel.
1. Luftkühlsystem:
Frühe Antriebsbatterien wurden aufgrund ihrer geringen Kapazität und Energiedichte häufig mit Luft gekühlt. Man unterscheidet zwei Arten der Luftkühlung: natürliche Luftkühlung und Zwangsluftkühlung (mittels Ventilatoren), bei der entweder die Umgebungsluft oder kalte Luft aus dem Fahrerhaus zur Kühlung der Batterie genutzt wird.
Typische Vertreter luftgekühlter Systeme sind beispielsweise der Nissan Leaf und der Kia Soul EV. Die 48-V-Batterien von 48-V-Mikrohybridfahrzeugen sind in der Regel im Fahrgastraum untergebracht und werden luftgekühlt. Das Luftkühlungsdiagramm einer bestimmten Antriebsbatterie ist in Abbildung 2 dargestellt. Luftgekühlte Systeme zeichnen sich durch einen relativ einfachen Aufbau, eine ausgereifte Technologie und vergleichsweise geringe Kosten aus. Aufgrund der begrenzten Wärmeabfuhr durch die Luft ist die Wärmeübertragungseffizienz jedoch gering und die Temperaturverteilung im Inneren der Batterie ungleichmäßig, was eine präzise Temperaturregelung erschwert. Daher eignen sich luftgekühlte Systeme im Allgemeinen für Fahrzeuge mit geringer Reichweite und niedrigem Gewicht.
2. Flüssigkeitskühlsystem
Die Flüssigkeitskühlung nutzt eine Kühlflüssigkeit zum Wärmeaustausch der Batterie. Das zugehörige Schema ist in Abbildung 3 dargestellt. Es gibt zwei Arten von Kühlmitteln: solche, die direkt mit den Batteriezellen in Kontakt kommen (z. B. Silikonöl, Rizinusöl), und solche, die über Wasserkanäle mit den Batteriezellen in Kontakt kommen (z. B. Wasser und Ethylenglykol). Aktuell werden häufig Mischlösungen aus Wasser und Ethylenglykol verwendet. Flüssigkeitskühlsysteme bestehen in der Regel aus einem mit dem Kältekreislauf gekoppelten Kühler, der die Wärme der Batterie über das Kältemittel abführt. Zu den Kernkomponenten gehören Kompressor, Kühler und …WasserpumpeDer Kompressor, als Energiequelle der Kälteanlage, bestimmt die Wärmeübertragungskapazität des gesamten Systems. Der Kaltwassersatz spielt eine Rolle beim Austausch von Kältemittel und Kühlmittel, und die Menge des Wärmeaustauschs bestimmt direkt die Kühlmitteltemperatur. Die Wasserpumpe bestimmt die Durchflussrate des Kühlmittels in der Leitung; je höher die Durchflussrate, desto besser die Wärmeübertragungsleistung und umgekehrt.

BTMS

3. Direktes Kühlsystem:

Das Direktkühlsystem nutzt das Kältemittel der Klimaanlage zur direkten Kühlung der Antriebsbatterie (siehe Abbildung 11). Der Verdampfer der Klimaanlage ist direkt im Batteriesystem integriert. Das Kältemittel verdampft im Verdampfer und führt die von der Batterie erzeugte Wärme direkt ab, wodurch ein schnellerer und effektiverer Kühlprozess erreicht wird. Aktuell gibt es relativ wenige Modelle mit Direktkühlung, das bekannteste Beispiel ist der BMW i3. Da kein Wärmeaustausch zwischen Flüssigkeiten stattfindet, zeichnet sich das Kühlsystem durch eine kompakte Bauweise, eine höhere Kühlleistung (3- bis 4-mal höher als bei Flüssigkeitskühlung) und vergleichsweise geringere Kosten aus. Problematisch ist jedoch die Gas-Flüssigkeits-Umwandlung des Kältemittels in der Leitung. Dies führt zu einer relativ komplexen Steuerung des Gesamtsystems und einer ungleichmäßigen Temperaturverteilung. Zudem stellt das System hohe Anforderungen an Druckbeständigkeit und Dichtheit, was ein erhebliches Risiko für den Einsatz im gesamten Fahrzeug darstellt.


Veröffentlichungsdatum: 27. März 2026