Die Standheizung, auch bekannt als Autoheizung, ist ein Zusatzheizsystem im Auto. Sie kann nach dem Abstellen des Motors oder während der Fahrt genutzt werden.
Das Funktionsprinzip der Standheizung besteht darin, eine kleine Menge Kraftstoff aus dem Tank in die Brennkammer des Standheizgeräts zu leiten. Dort verbrennt der Kraftstoff und erzeugt Wärme, die das Motorkühlmittel oder die Luft erwärmt. Die Wärme wird anschließend über den Warmluftkühler an den Fahrgastraum abgegeben. Gleichzeitig wird der Motor vorgewärmt. Dabei werden Batterieleistung und eine gewisse Menge Kraftstoff verbraucht. Je nach Größe des Heizgeräts variiert die pro Heizvorgang benötigte Kraftstoffmenge zwischen 0,2 und 0,3 Litern.
Das Standheizungssystem besteht im Wesentlichen aus Luftansaugsystem, Kraftstoffzufuhrsystem, Zündsystem, Kühlsystem und Steuerungssystem. Sein Arbeitsprozess lässt sich in fünf Arbeitsschritte unterteilen: Luftansaugung, Kraftstoffeinspritzung, Gemischbildung, Zündung und Verbrennung sowie Wärmeaustausch.
Wenn der Schalter betätigt wird, arbeitet die Heizung wie folgt:
1. Die Kreiselpumpe startet den Probelauf und prüft, ob der Wasserweg normal ist;
2. Sobald der Wasserkreislauf wieder normal funktioniert, dreht sich der Lüftermotor, um Luft durch das Lufteinlassrohr zu blasen, und die Dosierölpumpe pumpt Öl durch das Einlassrohr in die Brennkammer.
3. Zündkerzenzündung;
4. Nachdem das Feuer am Kopf der Brennkammer entzündet wurde, verbrennt es vollständig am Heck und die Abgase werden über das Auspuffrohr ausgestoßen:
5. Der Flammenfühler kann anhand der Abgastemperatur erkennen, ob die Zündung erfolgt. Im Falle einer Zündung wird die Zündkerze abgeschaltet;
6. Das Wasser wird vom Wärmetauscher aufgenommen und abgeführt und dem Motorwassertank wieder zugeführt:
7. Der Wassertemperatursensor misst die Temperatur des auslaufenden Wassers. Wird die eingestellte Temperatur erreicht, schaltet sich das Gerät ab oder reduziert die Verbrennungsleistung.
8. Der Luftregler kann die Ansaugmenge der Verbrennungsluft steuern, um die Verbrennungseffizienz zu gewährleisten.
9. Der Lüftermotor kann die Lufteinlassgeschwindigkeit steuern;
10. Der Überhitzungsschutzsensor erkennt, dass sich das Heizgerät automatisch abschaltet, wenn die Temperatur aufgrund von Wassermangel oder einer Verstopfung des Wasserwegs 108 °C übersteigt.
Da die Standheizung eine gute Heizleistung erbringt, komfortabel zu bedienen ist und sich per Fernbedienung steuern lässt, bietet sie im Winter eine komfortablere Alternative. So kann das Auto vorgeheizt werden. Daher gehört sie in einigen Oberklassemodellen zur Serienausstattung, beispielsweise im importierten Audi Q7, BMW X5, der neuen 7er-Reihe, Range Rover, Touareg TDI Diesel, dem importierten Audi A4 und R36. In manchen Alpenregionen lassen sich viele Besitzer ihre Fahrzeuge, insbesondere Lkw und Wohnmobile, die im Norden eingesetzt werden, auf eigene Kosten nachrüsten.
Veröffentlichungsdatum: 03.11.2022